10+ Tipps, um dein Allgemeinwissen zu erweitern


Wachsen / Sonntag, November 19th, 2017

Ich habe wieder angefangen Quizduell zu spielen. Und nein, ich schäme mich nicht dafür. Ich frage mich eher, warum wir alle jemals damit aufgehört haben.

Es gibt nur eine strikte Regel dabei: Ich spiele nicht gegen meine Schwiegerelten. Ich möchte ich ja, dass sie mich mögen und nicht verurteilen, weil ich den Fraktionsvorsitzenden einer Partei nicht erkenne oder möglichst vermeide die Kategorie Zeugen der Zeit zu umgehen. Erkenntnis mit 26 Jahren:

Allgemeinwissen ist cool. Wissen macht sexy und interessant.

Ich habe mir vorgenommen, an mir zu arbeiten, damit ich möglichst nicht in peinliche Situationen gerate. Dies ist also ein Appell an die Erweiterung des Allgemeinwissens. Und damit meine ich nicht nur berühmte Künstler, Diktatoren und alles, was wir aus der Schulzeit wieder vergessen habe. Ich meine wirklich allgemeines Wissen. Wie funktioniert etwas? Was steckt hinter dieser Idee? Was für Auswirkungen hat X auf Y?

Klar, kann man bei Quizduell auch raten und das Glück haben, sich die Schande zu sparen. Ich persönlich habe aber den Ansporn, mich immer weiter zu bilden und über Dinge zu informieren, von denen ich nicht die leiseste Ahnung habe.

Ich bin mir sicher, dass es uns zu besseren Menschen macht, wenn wir wissbegierig sind, immer aufmerksam und neugierig auf Neues. Wir können uns dann vielleicht eher mit Leuten unterhalten bzw. auf sie eingehen, ihre Leidenschaften und Interessen verstehen.

Erkenne & akzeptiere deine Defizite

Niemand kann alles wissen, sich für alles interessieren und in allem gut sein. Dafür hat der Tag nun mal nur 24 Stunden und dafür gibt es auf Netflix auch viel zu gute Serien.

Wenn du allerdings weißt, in welchen Bereichen du eher weniger Ahnung hast, kannst du dich gezielter darauf vorbereiten und weiterbilden. Beispielsweise bin ich handwerklich komplett unbegabt und kann Werkzeuge nicht von einander unterscheiden.

Als wir umgezogen sind und nach und nach zu unserem „Eigenen“ machen wollten, habe ich also angefangen mit etwas, das mir Spaß macht: YouTube und Pinterest nach Furniture Makeovers durchsuchen. So lernte ich den Unterschied zwischen Beize, Farbe und Lasur und konnte mir erschließen, in welcher Reihenfolge ich Holz bearbeite und wie ich dabei vorgehen würde.

Der Streit mit meinem Freund, wie wir bei der Erneuerung unserer Einrichtung vorgehen, blieb dadurch aus. Meine Ideen und Ansätze waren nämlich nicht ganz so unmöglich umsetzbar und praxisfern wie sonst.

Sprachen lernen

Ich persönlich liebe es, entweder neue Sprachen zu lernen oder meine Sprachkenntnisse aufzufrischen. Ich bin mir sicher, dies hilft einem in so vielerlei Hinsicht weiter. Damit einher geht, sich mit der Kultur eines anderen Landes auseinander zu setzen und seinen Horizont zu erweitern. Und das kann nun wirklich nicht schaden.

Duolingo ist meiner Meinung nach die beste kostenlose App, mit der man leicht Sprachen auffrischen oder neu lernen kann.

Die Kenntnis der grundlegenden Phrasen in den geläufigsten Sprachen ist schon mal viel wert (Bitte/Danke/Guten Tag/Auf Wiedersehen/Ich heiße Laura). Wann immer du jemanden triffst, der aus dem Ausland kommt und eine andere Muttersprache hat, kannst du damit glänzen.

Ebenso im Urlaub hilft es dir weiter, die Sprache zumindest geschrieben zu verstehen. Im Portugalurlaub dieses Jahr konnte ich mir durch meine Spanisch- Kenntnisse einiges herleiten und war somit nicht ganz hilflos.

Google ist dein bester Freund

Wann immer ich etwas nicht verstehe oder nicht weiß, habe ich mir angewöhnt es sofort in dem Moment zu googeln. Nicht nur zu denken „oh das muss ich mal nachlesen“ sondern es sofort zu tun. Wenn es gerade ungünstig ist (z.B. im Gespräch mit jemandem) notiere ich es mir und hole es baldmöglichst nach.

Entweder merke ich es mir dann oder ich schreibe mir die neu entdeckte Information in ein kleines Notizbuch, das ich immer dabei haben. Da stehen Dinge drin wie:

Glaziale Serie: Grundmoräne, Endmoräne, Sanderebene, Urstromtal
Hauptstadt Kamerum: Yaoundé
Funktion der Milz: Immunabwehr und Blutreinigung

Wenn ich mein kleines Notizbuch später wieder durchgehe, frische ich dadurch meine Erinnerung auf und merke es mir dann langfristig.

Sei einzigartig

Ich habe mal gelesen, wenn man sich eine Stunde am Tag mit einem Thema beschäftigt ist man nach (nur) 3 Jahren ein nationaler Experte auf diesem Gebiet.
Wenn du das Durchhaltevermögen dafür hast: Respekt! Erzähl mir dann auf jeden Fall von dem Thema, womit du dich so lange beschäftigen kannst und wie du dich dazu motivierst.
Ein Last-Minute Trick allerdings falls du schlau rüber kommen willst oder auf eine Party mit intelligenten Menschen gehst: eigne dir spezielles Wissen an, worüber sonst niemand etwas weiß.
Ein Beispiel: Eishockey. Wer weiß in Deutschland schon viel über Eishockey? Ein paar Teamnamen aneinandergereiht, zwei taktische Spielzüge und die 5 größten Sportler gelernt – schon wird man alle überraschen. Und vielleicht entdeckt man dadurch seine geheime Leidenschaft 😉

Interaktion mit anderen

Unterhalte dich mit anderen Leuten und frage sie nach ihren Interessen. Ich meine nicht nur aus Höflichkeit sondern mit echtem Interesse und dem Anspruch, etwas davon mitzunehmen. Wenn dir jemand vom Klettern erzählt, frag was für Equipment dafür nötig ist, wo die Person bereits zum Klettern war oder ob sie ein Vorbild aus dem Bereich hat.

Du erweiterst damit dein eigenes Wissen und gibst deinem Gegenüber das Gefühl, richtig zuzuhören und dich für ihn zu interessieren.

Lesen

Ich kann die Wichtigkeit des Lesens gar nicht genug betonen. Ich zähle dazu Bücher, Zeitschriften, Zeitungen, Nachrichten und Blogs.

Wir neigen dazu, nur das zu lesen, was uns interessiert. Logisch. Das ist aber meiner Meinung nach nicht der richtige Ansatz, um sich weiterzubilden.

Die meisten Nachrichten-Apps haben einen Algorithmus, der die Artikel entsprechend deiner Interessen heraus filtert und das ist auch sehr praktisch. Ich zwinge mich allerdings dazu, ihn zu überlisten und auch mal explizit nach der neuen Android Version zu suchen. So ändert sich die Berechnung und mir werden Nachrichten aus verschiedensten Bereichen vorgeschlagen.

Ich nehme mir zu Jahresbeginn immer vor, mindestens ein Sachbuch pro Jahr zu lesen. Das kann eine Biografie sein oder ein Fachbuch zu einem bestimmten Thema, über das ich noch nicht allzu viel weiß. Wenn du keine Lust auf Sachbücher hast, kann ich dir absolut die App „Blinkist“ (Link) empfehlen. Die Idee dahinter ist, die Kernaussage (fast) jedes Sachbuches zusammen zufassen, sodass du diese in nur 15 Minuten verstehen kannst.

Auch Auto-Biografien sind absolut unterschätzt, da man davon auf jeden Fall viel mitnehmen kann, aus den Fehlern oder Errungenschaften Anderer lernen kann und sie teilweise richtig inspirierend sind. Hier findest du einen Überblick über die am besten bewertetsten Biografien je nach Themengebiet. Na dann mal los 🙂

Verbinde Lernen mit deinen Interessen

Ja ich weiß, ich habe gerade mehrmals gesagt, man solle auch öfter mal über den Tellerrand schauen. Aber natürlich soll lernen auch Spaß machen, weshalb wir uns den Großteil der Zeit natürlich mit unseren Interessen beschäftigen 🙂

Nur ein Beispiel: Mein Freund kennt selbst die kleinsten Städte in England weil er gern englischen Fußball guckt. Es ist verrückt, wie viel man am Rande lernt, während man etwas anderes tut das einem Spaß macht.

Weitere Ideen für Wissenserweiterung

  • YouTube – Das ist wirklich kein Geheimtipp aber es gibt so viele coole Kanäle, bei denen man etwas lernen kann. Ich sehe gern die originellen und super anschaulichen Videos zu verschiedenen Themen von The Simple Club
  • E-Learning Plattformen wie Lecturio.de oder Highbrow.com
  • Gast-Hörer in Vorlesungen an der Uni – auch für Nicht-Studenten! In großen Universitäten interessiert es keinen Menschen, wer da alles sitzt. Und solange man sich einen Studiengang raus sucht, bei dem mehr als 100 Studenten anwesend sind, fällt es niemandem auf. Ansonsten kann man sich aber auch als Gasthörer einschreiben.
  • Volkshochschulkurse – Ich bin ein großer Fan von Volkshochschulen. Es gibt eine unglaublich riesige Auswahl an Kursen (und auch zu Vollzeitarbeiter-freundlichen Zeiten) und die Preise sind auch in Ordnung. Es gibt Rabatte für Studenten bzw. wenn man sich beruflich weiterbildet kann man auch eine Bildungsprämie beantragen (meist bis zu 50% Rabatt auf komplette Kurse). Weitere Infos zur Bildungsprämie findest du hier.

Ich würde jetzt noch nicht bei Wer wird Millionär antreten wollen aber zumindest habe ich keine Angst mehr, mal gegen meine Schwiegereltern Quizduell zu spielen 😉

 

 

Wenn ihr noch Tipps & Hinweise für mich habt, gebt mir gern Bescheid. Ich bin immer bestrebt mich weiter zu bilden!

Liebste Grüße,
Laura

 

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