Komm erstmal an


Leben & Lieben, Wachsen / Freitag, März 30th, 2018

Komm erstmal an - aber wie? Über das Ankommen im Job, an einem Ort und bei sich selbst

Ankommen. Ist das nicht etwas, das sich jeder von uns wünscht? Und ist das Gefühl überhaupt räumlich gebunden?

Ich habe eine Freundin, die immer um die Welt reist, ihrem Hobby nachgeht und damit sogar Geld verdient. Sie ist glücklich und in ihrem gewählten Lebensstil angekommen, ohne sich an einem bestimmten Ort Zuhause zu fühlen.

Manche fühlen sich angekommen in einer Partnerschaft. Manche in einem Job, den Sie lieben. Manche mit der Erfüllung eines Lebenstraums. Es bedeutet für jeden etwas anderes aber die Gemeinsamkeit ist : es ist ein Bauchgefühl, das man erst erkennt, wenn man es erlebt.

Wie stellt sich dieses Gefühl ein und woran machen wir es fest?

Überall, wo ich bisher gewohnt habe, fühlte ich mich Zuhause. Besonders in Stralsund und Hamburg. Aber das Gefühl, angekommen zu sein? Das hatte ich bisher noch nicht wirklich.

Ich hatte in Leipzig einen festen Job, eine glückliche Partnerschaft und eine richtige Wohnung – keine WG sondern eine erwachsene Wohnung mit mehreren Zimmern und eigener Einrichtung. Außerdem habe ich mir dort ein Netzwerk aufgebaut und durch dementsprechend regelmäßige Freizeitaktivitäten wurde mir nicht langweilig.

Die Voraussetzungen scheinen ideal.

Aber das Gefühl Angekommen zu sein wollte sich nicht einstellen. Nach meinem Umzug zurück in den Norden hatte ich das Gefühl gleich in der ersten Woche. Ich habe es sofort gespürt – diese allgemeine Zufriedenheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Meine persönliche Erfüllung, kann man sagen.

Habt ihr das Gefühl des Angekommen seins schon mal gehabt?
Und wie habt ihr es gefühlt? Woran habt ihr es gemerkt? Schreibt mir gern einen Kommentar dazu.

Was hat sich jetzt geändert? Meine Wohnsituation und Beziehung sind ebenso gut wie in Leipzig. Das soziale Umfeld ist insofern etwas anders, als dass ich in Hamburg bereits von Beginn an alte Freunde habe. Ob das der ausschlaggebende Faktor ist?

Ich habe mir verschiedene Aspekte des Lebens mal angeschaut und versucht, dem Gefühl des angekommen Seins auf den Grund zu gehen. Meine Vermutung ist, dass es sich nicht erst einstellt, wenn alles stimmt. Sondern, dass jeder Faktor für sich steht und einem Erfüllung bringen kann. Man braucht nur die richtige Perspektive.

Das schauen wir uns jetzt gemeinsam an. Ich habe dir ein paar Tipps zusammen gefasst, wie du das Gefühl erreichen kannst, wenn du es noch vermisst.

Ankommen an einem Ort

Dass die Umgebung unheimlich wichtig für deine Gemütslage sein kann, ist dir bestimmt klar. Stefanie Adam hat auf ihrem Blog einen Persönlichkeitstest zusammen gestellt, der ermittelt, welche Einrichtung für dich optimal ist, sodass dein Zuhause zu deiner privaten Oase wird.

Es gibt ein paar Tipps und Tricks, um sich überall Zuhause zu fühlen. Wie, liest du hier.

Ankommen in deinem sozialen Umfeld

Nach etlichen Umzügen und immer neuen Menschen kann ich mittlerweile einschätzen, welche Freundschaften aller Wahrscheinlichkeit nach halten werden und welche nicht. Für das eine oder andere findest du hier vielleicht interessante Hinweise:

Fakt ist: dein soziales Umfeld trägt viel zum allgemeinen Wohlbefinden bei und dazu, das persönliche Glück zu finden. In meinem Fall ist das vielleicht der Aspekt, der mir das Gefühl des Angekommen Seins in Hamburg ermöglicht – bestehende Freundschaften, sich leicht anfühlen und nicht viel Mühe kosten. Menschen, die ich seit Jahren und Jahrzehnten kenne und auf die ich mich immer verlassen kann.

Ankommen im Job

Du bist noch nicht da, wo du gern sein möchtest? Oder du weißt gar nicht, was du eigentlich willst?

Früher hätte ich gar nicht gedacht, wie stark die Arbeit zur persönlichen Erfüllung beiträgt. Unsere Generation arbeitet nicht mehr nur um zu leben sondern um etwas zu tun, das uns Spaß macht, um etwas dabei zu bewegen und gefordert zu werden.

Wenn dir bei der Arbeit etwas fehlt, hast du häufig das Gefühl, noch nicht „angekommen“ zu sein. Besonders am Anfang ist uns ja bewusst, dass wir in unserer Karriere noch häufiger den Job wechseln müssen.

Kurzer Check, ob du kündigen solltest: 5 Anzeichen dafür, dass deine Kündigung überfällig ist.

Ankommen in dir selbst

In geführten Meditationen heißt es immer „Konzentriere dich auf deinen Atem, komm bei dir selbst an.“ Am Anfang habe ich das nicht verstanden. Jetzt weiß ich aber, was es bedeutet. Nämlich nach innen zu blicken und auf sich selbst zu hören.

Durch verschiedene Signale gibt unser Körper uns zu verstehen, dass er etwas braucht: Wasser, Energie, Ruhe… Warum hören wir also so selten darauf? Wir gucken die Serie zuende, obwohl wir komplett übermüdet sind und essen den Teller bei Oma auf, obwohl wir schon satt sind.

Achtsamkeit ist ein Thema, das zurzeit überall wirklich viel Beachtung findet. Zurecht natürlich. Aber dennoch setzt man sich häufig (und da schließe ich mich mit ein) zu oberflächlich mit dem Thema aus einander.

Life Coaches gibt es heutzutage immer mehr, aber auch weil die Nachfrage immer weiter wächst. Viele wissen nicht, wo sie anfangen sollen. Sie haben Achtsamkeit nicht gelernt. Wichtig ist allerdings nur, dass man überhaupt anfängt sich damit auseinander zu setzen.

Wenn deine Persönlichkeit noch nicht zum Stillstand gekommen ist, wirst du dich nirgendwo angekommen fühlen. Ein guter Anfang ist dafür immer, erst einmal ein Tagebuch zu führen und somit Muster zu erkennen, zwischen dem Umfeld oder Erlebnissen und dem eigenen Wohlbefinden.

Wenn du dich mit Achtsamkeit und Selbstfindung näher beschäftigen möchtest, könntest du zum Beispiel hiermit anfangen:

 

 

Insgesamt versuche ich mein Leben nach dem Motto zu leben:

LOVE it, CHANGE it or LEAVE it

Ich denke das kann man hier (wie überall im Leben) gut anwenden.

Wenn du das Gefühl nicht kennst, ist das nicht schlimm aber es gibt einige Wege, wie du vielleicht bald dahin kommst. Vielleicht musst du dafür etwas ändern in deinem Leben, mit dem zu unzufrieden bist oder an dir selbst arbeiten und dich fragen, ob du mit dir selbst nicht im Reinen bist.

Ich begleite dich gern auf deinem Weg, schreib mir daher gern per Email oder privat was dich noch einschränkt und wir schauen gemeinsam nach einer Lösung. Das Gefühl, angekommen zu sein, wünsche ich einfach jedem und ich will auch, dass du es erlebst (wenn du noch nicht an dem Punkt bist).

Liebste Grüße
Laura

 

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