So kann eine Fernbeziehung funktionieren


Lieben / Samstag, März 3rd, 2018

Grafik: Fernbeziehungen

Wenn wir mal ehrlich sind: den richtigen Partner zu finden, ist schon ein glücklicher Zufall. Dass man langfristig noch in derselben Stadt lebt und arbeitet kommt fast einem Lottogewinn gleich. Die Lösung ist daher für viele eine Beziehung über Städte- und Ländergrenzen hinweg.

Jeder 10. führt eine Fernbeziehung

Laut Statista waren 2014 10% der Deutschen in einer Fernbeziehung innerhalb von Deutschland. Tendenz steigend, heute sind wir vermutlich schon weit darüber. Viele nehmen also die Sehnsucht sowie finanziellen und zeitlichen Aufwendungen in Kauf. Die Frage, ob sich die Anstrengung lohnt, stellt sich zwangsläufig das eine oder andere Mal. Manche schaffen es, manche nicht.

Es gibt positive und negative Geschichten

Ich kenne Paare, die über mehr als 5 Jahre eine Fernbeziehung geführt haben. Und ich meine keine Wochenendbeziehungen sondern wirklich FERN im Sinne von WEIT WEG von einander. Eins von ihnen möchte mittlerweile heiraten.

Bei anderen hat nach etlichen Jahren der Aufwand der Liebe geschadet und die Beziehung ist letztendlich daran zerbrochen.

Bei mir waren es immerhin 3 Jahre, in denen ich eine Fernbeziehung geführt habe, und fast genau so lange leben mein Freund und ich seitdem zusammen. Ich kann also sagen, für mich hat es sich gelohnt. Zwar nicht ohne Opfer aber ich denke wir können nicht erwarten, eine Liebe ohne jegliche Anstrengung aufrecht zu erhalten.

Und wie schafft man es nun, dass es klappt?

Absolute Offenheit

Kommunikation ist ohnehin der Schlüssel zu einer gesunden Beziehung. Im direkten Kontakt kann man die Laune des anderen an der Mimik und Gestik ablesen. Das geht per Telefon bzw. selbst per Skype nur schwer. Deshalb ist es wichtig, dass beide offen mit einander kommunizieren.

Man sollte sich wirklich absolut alles erzählen, selbst wenn heute jemand mit einem geflirtet hat. Das schafft Vertrauen und eine ehrliche Basis, auf der Eifersucht nicht so leicht sprießen kann.

Am Alltag teilhaben lassen

Über das Internet kann man schnell und einfach alles teilen. Wenn du also einen interessanten Artikel liest, ein witziges Foto siehst oder der Sonnenaufgang gerade so schön aussieht – schicke diese Momentaufnahme an deinen Partner. So hat er das Gefühl, immernoch Teil seines Alltags zu sein. Was auch geht, ist, das gleiche im Internet oder Fernsehen zu gucken und dabei zu telefonieren.

Feste Kontaktzeiten

Wenn der Partner nicht in der Nähe ist, planen Freunde einen gern ständig für alle möglichen Unternehmungen ein. Was zur Ablenkung auch schön ist, aber man ist aber ja immer noch in einer Beziehung und muss sich dafür Zeit nehmen.

Routinen sind insofern gut, als dass man sich in dem Zeitraum nichts vornimmt und seinen Freunden sagt, dass man dann nicht zur Verfügung steht. Besonders für Fernbeziehungen über verschiedene Zeitzonen hinweg ist es unheimlich wichtig, im Voraus zu planen.

Diesen „Termin“ halten beide unbedingt immer ein. Wenn er einmal abgesagt wird, passiert es immer wieder und einer von beiden fühlt sich am Ende weniger gewertschätzt. Sollte doch mal ein Notfall dazwischen kommen: gleich einen neuen, festen Zeitpunkt ausmachen.

Zukunftsaussicht

Wichtig ist, dass beide ein Licht am Ende des Tunnels sehen. Egal wie das Zeitfenster aussieht – ob es Wochen, Monate oder Jahre sind – man braucht etwas, auf das man hin arbeitet. Laut Umfragen würden etwa 40% eine Fernbeziehung in Kauf nehmen, wenn absehbar ist, dass sie danach zusammen ziehen. Um die Hoffnung also nicht zu verlieren, helfen Meilensteine oder eine konkrete Zeilvorgabe.

Emotionale Nähe schaffen

Wenn man sich schon nicht sieht, muss man auf anderen Wegen Nähe in der Beziehung herstellen. Beispielsweise, indem man nicht nur erzählt, wie der Tag war sondern tiefergehende Gespräche führt, zumindest hin und wieder. Fragt euch, wie sich der andere fühlt, was ihn zurzeit beschäftigt, was für Zukunftspläne er hat oder oder oder. (Hier findest du ein paar Vorschläge: 50 Beziehungsfragen, die man sich mal stellen sollte).

Spontanität

Natürlich abhängig davon, wie weit man von einander entfernt wohnt, sollte man zumindest ab und zu spontane Überraschungsbesuche einplanen. Wenn der andere Zeit und Geld aufwendet, nur um dich unbedingt so schnell wie möglich zu sehen, ist das das schönste Kompliment.

 

Laut Statistiken nennen 60% der Paare in einer Fernbeziehung als größten Vorteil die Vorfreude auf das Zusammensein. Ist das nicht etwas, worauf es sich hinzuarbeiten lohnt? Das wäre wie vor Weihnachten, aber nicht nur einmal im Jahr. Klingt für mich nach einem guten Gefühl.

Wenn ihr auch schon Erfahrungen mit Fernbeziehungen gemacht habt oder weitere Tipps habt, schreibt es mir gern in die Kommentare.

 

Liebste Grüße

Laura

 

 

 Photo by Mitchell Orr on Unsplash

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